x3

Diese Folge ist unser sehr persönlicher Lagebericht aus dem Inneren des x3 Kollektivs: über Förderkrisen, überlastete Strukturen und die Frage, wie ein postmigrantisches Projekt zwischen Ehrenamt, Care-Arbeit und politischer Gegenwart überhaupt weiterexistieren kann.

Migration, zivilgesellschaftliches Engagement und Podcast-Arbeit bedeuten derzeit permanente Unsicherheit, un(ter)bezahlte Expertisen und das ständige Aushandeln von Sichtbarkeit. Ausbleibende Förderzusagen, gekürzte Kulturmittel und institutionelle Hierarchien verschärfen den Druck – und machen zugleich deutlich, wie sehr selbstorganisierte Räume gebraucht werden.

Mit dieser Folge brechen wir bewusst mit der Social-Media-Kultur, wo nur Erfolg performt. Stattdessen sprechen wir offen über unsere Herausforderungen, Hoffnungen und Entschlossenheit, sie gemeinsam zu meistern. Wir wissen auch, dass unsere Erfahrungen nicht einzigartig sind und exemplarisch dafür stehen, wovon viele Projekte betroffen sind. Deshalb appellieren wir an euch, auch Krisen solidarisch zu denken, um sie gemeinsam durchzustehen.

  • Wie verändert Förderprekarität die Arbeit eines postmigrantischen Kollektivs – inhaltlich, strukturell und emotional?

  • Welche Lücken lassen staatliche Institutionen bewusst offen, wenn sie Diskurse zu Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien weiter marginalisieren?

  • Und wie kann Solidarität praktisch aussehen – jenseits von symbolischen Credits und reiner Sichtbarkeit?

🗣️ Gemeinsam mit Anna Mikheeva sprechen Ani und Julia darüber, wie x3 sich in den letzten Jahren von einem „klassischen“ Podcast hin zu einem Kooperationshub und Forschungsprojekt entwickelt hat – getragen von einem Kollektiv, das überwiegend prekär bzw. ehrenamtlich arbeitet. Sie erzählen von geplatzten Förderräumen (ein Jahr Warten auf eine Absage), der Erfahrung staatlich als „nicht relevante Zielgruppe“ eingestuft zu werden, und von Erschöpfung, Zorn und trotzigem Weitermachen.

Zugleich geht es um Visionen: die Gründung der gemeinnützigen Post Ost Agency gUG, den Wunsch, Förderlogiken zu verändern, Institutionen kritisch zu beraten und Synergien über PostOst hinaus zu schaffen. Live-Formate, Residenzen und Kooperationen zeigen, wieviel politische Energie in Begegnungsräumen entsteht – jenseits toxischer Social-Media-Dynamiken und Performancedruck. Klar wird: Diese Arbeit ist gelebte Wissensproduktion, Archiv und solidarische Infrastruktur zugleich – und ohne materielle Anerkennung auf Dauer nicht haltbar.

✨ Unterstützt uns mit einer Spende: einmalig oder regelmäßig, je nachdem, was ihr euch leisten könnt.

Bankverbindung

X3 PostOst Agency gUG (haftungsbeschränkt)


Bank: FINOM Payments

IBAN: DE37 1001 8000 0714 8873 46

BIC: FNOMDEB2

Verwendungszweck:
Spende x3 Podcast

Die Aufnahme entsteht in Kooperation mit ⁠⁠@n_ost_org⁠⁠, wo der Podcast seit Jahren aufgezeichnet wird – eine der wenigen stabilen Säulen in einem ansonsten extrem fragilen Förderumfeld.

Die Hosts: Julia Boxler ⁠⁠@boxxler⁠⁠ & Ani Menua ⁠⁠@ani_menua ⁠ – künstlerische Forscherinnen, Aktivistinnen und Teil eines wachsenden Kollektivs, das postmigrantische, queer-feministische Perspektiven in Forschung, Medien und Praxis miteinander verschränkt.​

Anna Mikheeva @donotdistort ist Redakteurin der multilingualen Plattform syg.ma, Feministin, interdisziplinär tätige Künstlerin und Teil des x3 Kollektivs.

(Ich bin für die Social-Media-Kanäle von x3 verantwortlich.)

In der Folge moderiert sie das Gespräch, bringt eigene Erfahrungen ein und beschreibt, wie sehr ihr in ihrem Kontext dekoloniale Perspektiven und Räume wie x3 fehlen.

🌐 Mehr auf unserer ⁠⁠⁠Webseite⁠⁠⁠

👁 Folgt uns auf ⁠⁠⁠Instagram⁠⁠⁠ für mehr Updates & Diskussionen, Einblicke in die Arbeit des Kollektivs und kommende Live-Formate.​

👂 Weitere Podcast-Folgen zum Kontext PostOst, Migration & Partizipation findet auf unserer ⁠⁠⁠⁠Webseite⁠⁠⁠⁠ – viele davon werden inzwischen von Hochschulen, Einrichtungen und Projekten als Vorbereitungsmaterial und Diskursarchiv genutzt.​

Loading...

x3 Podcast

New content was appended!

©️ 2026 x3 Podcast